Internationaler Feedercup 2016 des Kreisanglerverbandes Finsterwalde
Überschattet von den Sorgen, dass uns die Gewässer der Elbekies verloren gehen könnten, weil es eben „Sportfreunde“ gibt die sich über alle Vereinbarungen hinwegsetzen und unser Ansehen in den Schmutz treten, wurde am 14. August 2016 wieder ein Feederangeln im Gewässer Werk IV mit internationaler Beteiligung durchgeführt. Ein Heegfischen sollte es werden, um vor allen Dingen die zahlreichen Bleie zu reduzieren. Die Brassen, wie die Bleie noch genannt werden sind massenhaft in der Elbe vertreten und das Kiesfeld Werk IV, wo das Heegeangeln stattfand, hat eine schiffbare Verbindung mit der Elbe. Die Bleie sind derart dominant, dass andere sich Fischarten, wie die Plötze und andere Kleinfischarten sich schlecht entwickeln können. Dabei liegt die Durchschnittsgröße der Bleie bei ca. 3 Pfund, aber auch Exemplare über zwei Kilo sind keine Seltenheit.
Doch zurück zum Feedercup, von den 30 Anglern die laut Ausschreibung teilnehmen konnten, waren 26 angereist. Eins muss man den Organisatoren lassen, eine so gut vorbereitete Veranstaltung findet man nicht so oft. Es mangelte an nichts, denn jeder der Angler wurde gleich mit einem Lunchpaket empfangen, in dem ein Baquett und eine Kacker enthalten war. Die hatten unsere polnischen Sportfreunde mitgebracht, ebenso die Bockwurst die es nach dem Angeln zu Kartoffelsalat gab. Eine riesige Getränkeauswahl stand jedem Teilnehmer und Organisator die ganze Zeit über zur Verfügung und Gerald, das Mädchen für alles ging mit einem Beutel mit Getränken mehrmals die Strecke ab und versorgte damit die Teilnehmer.
Doch zurück zum Angeln, nach dem die Teilnehmer ihre Plätze gelost hatten und jeder seinen Platz bezogen hatte, konnte das Angeln beginnen. Zugelassen war eine Feederrute mit Futterkorb die im 90° Winkel ausgebracht werden musste. Das Anfüttern war nur mit dem Futterkorb gestattet und Schleuder und ähnliche Hilfsmittel verboten. Als nach dem Signal die Angeln ausgebracht waren, passierte erstmal recht wenig. In der Hoffnung, dass sich die Fisch sich schon einfinden würden, warten die Angler auf die auf die ersten Bisse, doch die blieben aus, für Viele fünfstundenlang, denn so lange dauerte das Angeln. Als nach fünf Stunden der Angelmarathon beendet wurde gab es fast überall lange Gesichter, denn nur sechs von den sechsundzwanzig Anglern konnten Fische zur Waage bringen. Um etwas mehr Gerechtigkeit bei der Auswertung zu erreichen wurde Blockwertung durchgeführt. Dass das nicht jedem gefiel kann man sich denken, denn wenn der Angler mit dem zweithöchsten Fanggewicht nur Vierter wurde ist das für ihn schon bitter. Aber so ist das nun mal mit der Blockwertung, wenn man eben in seinem Block nur Zweiter wird. Den ersten Platz konnte sich Marcel Rößchen aus Finsterwalde mit 8,195 kg und 7 Fischen sichern, Zweiter wurde Achim Wille aus Braunschweig mit zwei Fischen und 2,760 kg, Dritter wurde Klaus Büttner mit einem Fisch und 1,510 kg. Nicht unerwähnt möchte ich die drei weiteren Fänger lassen. Lutz Wolschke wurde Vierter und die beiden Sportfreunde aus Polen Vater und Sohn der Familie Samuel wurden Fünfter und Sechster. Warum nun die Fische nicht so mitspielten bleibt mit ein Rätzel, dennoch war diese Veranstaltung durch die gute Organisation gut gelungen. Unsere Sportfeunde aus Polen haben sich nicht nur im Angeln platzieren können, auch die Teilnehmer konnten sich die Knacker aus Polen schmecken lassen, zumal diese von Sebastian, der in Polen eine Fleischerei betreibt, gestiftet wurden. Wenn im nächsten Jahr der IV. Feedercup stattfindet, hoffe ich auf ein besseres Fangergebnis. Über die Organisation gab´s nichts zu meckern, denn Sporfreund Klaus-Dieter Umlauf mit seinen Helfern und unser Kreissportwart Gerald Julpe haben sich ganz große Mühe gegeben, damit der Feedercup jedem in guter Erinnerung bleibt.
Ludwig Otto